Rettungsdienst - Eigenbetrieb des Landkreises Ludwigslust-Parchim

Organisation des Rettungsdienstes im Landkreis Ludwigslust-Parchim

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim verfügt über einen modernen, leistungsfähigen und wirtschaftlich arbeitenden Rettungsdienst. Die Leistungen des Rettungsdienstes umfassen die Notfallrettung und den Krankentransport sowie die abgestimmte Nachbarschaftshilfe mit den angrenzenden Rettungsdienstbereichen der Landkreise Prignitz, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Herzogtum Lauenburg, Nordwestmecklenburg, Rostock, Mecklenburgische Seenplatte und der Landeshauptstadt Schwerin.

Im Auftrag des Landkreises Ludwigslust-Parchim führen

die direkte Leistungserbringung (Notfallrettung, Krankentransport) vor Ort durch.

An den Standorten Boizenburg, Hagenow, Ludwigslust, Crivitz, Brüel, Parchim, Plau am See und Schwinz steht jeweils ein Notarzt rund um die Uhr zur Verfügung. Sein Einsatz zum Notfallort erfolgt mittels Notarzteinsatzfahrzeug im Rendezvous-System. 

Der Notarzteinsatz wird durch die medizinischen Einrichtungen und die DRK Rettungsdienst Parchim-Ludwigslust gGmbH im Landkreis realisiert und gesteuert:

Die Trägeraufgaben des Landkreises und das Management des Rettungsdienstes werden durch den Eigenbetrieb Rettungsdienst des Landkreises wahrgenommen. Sie gliedern sich in Aufsicht, Organisation, betriebswirtschaftliche Führung, Vertragswesen und Abrechnung der Rettungsdienstleistungen.
Zwischen der Landeshauptstadt Schwerin und dem Landkreis Ludwigslust-Parchim  besteht im Rettungsdienst seit dem Jahr 2005 eine enge Partnerschaft, in der nachfolgende Aufgaben gemeinsam erledigt werden.

  • Die ärztliche Leitung für den Rettungsdienstbereich obliegt dem Ärztlichen Leiter der Integrierten Leitstelle Westmecklenburg in Schwerin. Er wird für den Bereich Parchim in seinen Aufgaben unterstützt durch einen Leitenden Notarzt der DRK Rettungsdienst Parchim-Ludwigslust gGmbH.
  • Der Einsatz und die Koordinierung der Rettungseinsätze erfolgt durch die Integrierte Leitstelle Westmecklenburg (ILWM) unter Verantwortung des Fachdienstes Feuerwehr und Rettungsdienst der Landeshauptstadt Schwerin. Die Landeshauptstadt ist mittels öffentlich-rechtlichen Vertrags von allen Gebietskörperschaften in Westmecklenburg beauftragt, diese Leistung an zentraler Stelle durchzuführen.
    Weitere Informationen
  • Bei außergewöhnliche Notfällen und Gefahrenlagen (zum Beispiel Massenanfall von Verletzten mit mehr als 5 Personen) übernimmt ein Leitender Notarzt die Leitungsaufgaben im medizinischen Bereich. Er wird durch die Integrierte Leitstelle Westmecklenburg alarmiert. Zusammen mit einem Organisatorischen Leiter, der von den Leistungserbringern gestellt wird, führt er seine Aufgaben am Unfallort durch. Der Landkreis Ludwigslust-Parchim hat zwei räumlich getrennte Bereitschaftssysteme für die Bereitstellung der Leitenden Notärzte, die der Leitung des Ärztlichen Leiters Rettungsdienst unterstehen. Für die Aufgaben des Organisatorischen Leiters werden dafür qualifizierte Rettungsassistenten eingesetzt, die zum Beispiel auf den Notarzteinsatzfahrzeugen tätig und somit vor Ort präsent sind.
  • Die Aus- und Weiterbildung des Rettungsdienstpersonals erfolgt zentral in der Staatlich anerkannten Rettungsdienstschule der Berufsfeuerwehr Schwerin nach einheitlichen Vorgaben des Ärztlichen Leiters Rettungsdienst.
    Weitere Informationen

Strukturdaten

  • Einnahmen - 21.801.317 € (Jahr 2018)
  • Ausgaben - 21.801.317 € (Jahr 2018)
  • Bilanzsumme Aktiva = Passiva = 5.947.289,54 € (Jahr 2018)
  • Beschäftigte Personen: 225 (incl. Verwaltung und ärztliche Leitung)
  • Beschäftigte Notärzte: 76
  • 8 Notarztstandorte
  • 18 Rettungswachen (Bestand von 16 RTW, 8 NEF, 9 KTW)

Benutzungsentgelte Ludwigslust-Parchim: 

Einsatzmittel

Benutzungsentgelte
01.10.-31.12.2017 

Benutzungsentgelte  01.01.2018-30.06.2019

Benutzungsentgelte ab 01.07.2019

 KTW*  121,00 EUR  130,00 EUR  135,00 EUR
 RTW  715,00 EUR  780,00 EUR  885,00 EUR
 NEF  594,00 EUR  650,00 EUR  770,00 EUR
 NAW  803,00 EUR  890,00 EUR  900,00 EUR

* Für Krankentransporte wird zusätzlich ab dem 31. km ein Benutzungsentgelt in Höhe von 1,00 EUR je gefahrenen Kilometer angerechnet.

Einsatzmittel  Einsätze
01.01.-31.12.2016
Einsätze
01.01.-31.12.2017
Einsätze
01.01.-31.12.2018
 Krankentransportwagen (KTW) 6.832 5.870 5.936
 Rettungstransportwagen  18.562 18.747 19.521
 Notarzteinsatzfahrzeug  8.472  8.207  7.926
 Notarzteinsatzwagen  89 35 18
 Gesamt 33.955 32.859 33.401